Dorota Albers – Objekte und Installationen

Ausstellung: Objekte und Installationen mit kompromisslosem Materialmix

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Kreativ wie Dädalus, waghalsig wie Ikarus

Unter der geschwungenen Freitreppe im Entree des hit-Technoparks in hat Dorota Albers zwei Flugzeugflügel nachgebaut. Die Form erinnert nicht nur auf den ersten Blick an den großen Nachbarn Airbus. Die verwirrend-kleinteilige Anordnung aus den verschiedensten Materialien wie Kohlefaser oder Porzellan steht für die 1958 im polnischen Sztum geborene und 1972 im Rahmen der deutsch-polnischen Familienzusammenführung nach Deutschland umgesiedelte Künstlerin für Innovation und kritische Distanz. Für technische Ideen und eine kreative Zukunft. In einigen ihrer Objekte und Installationen ist die Auseinandersetzung mit Versagensängsten und Verlust spürbar. Deshalb nennt Dorota Albers dieses Objekt „Ikarus“, nach dem Sohn des Dädalus, dem genialen Fluggeräte-Erfinder in der griechischen Mythologie, der zu wagemutig in große Höhen abhob, so dass das verbindende Wachs schmolz, und er tödlich abstürzte.

Dorota Albers ist kreativ wie Dädalus, waghalsig in ihrem Materialmix wie Ikarus, aber eben keine Überfliegerin. Bevor sie für sich vor gut zehn Jahren den Weg als freischaffende Künstlerin wählte, hatte sie bereits eine Kürschner-und Pelz-Designer-Lehre, die Ausbildung zur Diätassistentin am UKE Hamburg und ein Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg hinter sich.

Mit immer neuen experimentellen Verknüpfungen von Werkstoffen verarbeitet sie Erlebtes, Furchtbares und Schönes, Angst machendes und Hässliches. Viel zarter und in ihrem strikten Purismus künsterisch radikaler wirken die Kirschblüten-Motive einiger Objekte. Zartheit, Reinheit und Leichtigkeit erzeugt sie mit überraschend klaren geometrischen Formen und der Kompromisslosigkeit des Materials. „Ich muss es wagen, ungewöhnliche und ganz neue Werkstoffe immer wieder in meine Kreativität einzubauen“, sagt die Künstlerin. 

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